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Social X-FactorSocial X-Factor

Social-X-Factor im Münchener Nachtleben

Schriftzug des Themas "Munich Nightlife"
Das Thema des Social-X-Factors

Am Freitag fand in der Steelcase Creative Hall die Abschluss-Präsentationen der Projekte des interdisziplinären Social-X-Factor -Praxisseminars statt. Das übergeordnete Thema des siebentägigen Power-Workshops, bei dem nicht nur Ideen gefunden, sondern auch Konzepte entwickelt, evaluiert und praktisch umgesetzt wurden, hieß „Munich Nightlife“. Das hochinteressante Studienformat, bei dem Studierende der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und des Studiengangs Management Sozialer Innovationen (MSI) gemeinsam an Social Entrepreneurship Konzepten arbeiteten, versprach nicht nur tolle und praktisch umgesetzte Ergebnisse sondern auch ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Kür des besten Projektes und jede Menge Spaß.

Foto Prof. Dr. Georg Zollner mit Team
Mentoren und Teams feilen an der richtigen Idee

Die Projekte der sieben Studierenden-Teams, betreut von den vier Mentoren Prof. Peter Dürr (MSI), Mirko Franck (MSI), Prof. Georg Zollner (BWL) und SCE-Geschäftsführer Prof. Klaus Sailer, deckten eine große Bandbreite an Ideen für einen Social Impact auf das Münchner Nachtleben ab. Zusätzlicher Fun-Factor beim Social-X-Factor war die elektronische Abstimmung zur Ermittlung des Siegers aus den, durchweg professionell präsentierten, innovativen Konzepte.

Die Präsentationen begann Team Cinax mit ein paar auflockernden Entspannungsübungen für die gespannten (und angespannten) Gäste und Teams. Schnell dämmerte es den Anwesenden, dass dies wohl etwas mit der entwickelten Idee zu tun haben müsse. So beinhaltete das Konzept von Cinax (Cinema + Relax) tatsächlich die Verbindung von Bewegung und Entspannung vor Kinovorführungen, eine Idee die sich leicht auf verschiedenste Veranstaltungsformate übertragen lässt. Die Besucher des Münchner Kinos Monopol zeigten sich beim ersten Praxis-Test des Ansatzes begeistert.

Vor der finalen Abstimmung präsentierten die Teams einen bunten Strauß an Ansätzen. Das Team ‚Partymentoren‘ stellt Nightlife-Guides zur Party-Begleitung von Jugendlichen und zur Beruhigung von besorgten Eltern zur Verfügung. Die ‚Lucky Drinks‘ lösen gleich zweierlei Probleme – zum Einen die essenzielle Nightlife-Frage „Welcher war denn nun mein Drink?“ und andererseits „Wie kann ich Unterstützung für lokale soziale Initiativen generieren?“. Mittels eines Bandes, das um das eigene Getränk gebunden wird, finden Partypeople ihr Glas und lokale Sozialprojekte Unterstützung.

Die Initiative „Eltern-für-Eltern“ ist eine Kooperative, bei der Eltern kostenlos via Online-Plattform andere Eltern für die Betreuung des Nachwuchses finden, um sich gegenseitig Freiräume für die gelegentlich schwer zu organisierende Teilhabe am Nachtleben zu schaffen. Zunächst getestet und als Prototyp umgesetzt wurde das Konzept für die Münchener Stadtteile Ramersdorf und Berg am Laim.

Die Teams ‚Club Cab‘ und ‚Mitgehzentrale‘ nahmen sich indes dem Thema „Sicheres, kostengünstiges und sozialverträgliches Nachhausekommen nach einer wilden Nacht“ an. ‚Club Cab‘ entwickelte ein Club-gebundenes Sammeltaxisystem wohingegen sich die ‚Mitgehzentrale‘ auf Fußgänger konzentrierte, denen sie nebst einer App für die Suche nach einer Begleitung für den sicheren Heimweg , zur Bildung von Spaziergemeinschaften und anderen gemeinsamen Fußwegen auch eine Hotline zur telefonischen Begleitung bis zur Haustür anbietet.

Foto des Gewinner-Teams
Die Gewinner: Das Team Kuckuck

Sieger per demokratischem E-Voting aller Anwesenden wurden die ‚Kuckuckskinder‘ mit der interessanten Idee einer Flaschenpfand-Sammelstelle in Form eines, an Mülleimern und/oder Laternen angebrachten sogenannten ‚Flaschensammelnestes‘. Dieses mindert für Flaschensammler die negative soziale Stigmatisierung, sorgt für ein schöneres Stadtbild, weniger Müll und schont Ressourcen. Gratulation an die Gewinner und alle Teilnehmer!

Bewertet wurden die vielseitigen innovativen Konzepte und umgesetzten Prototypen nach den Kriterien Innovationsgrad, Qualität der Durchführung, Social Value und Business Model. Bei einem waren sich alle einig: In Anbetracht der Bearbeitungszeit von nur sieben Tagen inkl. Umsetzung sind erstaunliche Ideen in durchgehend hoher Qualität entwickelt und umgesetzt worden. Entsprechend knapp ging die Abstimmung aus. So konnten letztlich alle Anwesenden sehr zufrieden sein und entspannt feiern – bis in die Nacht, um im Feldversuch gleich an der Weiterentwicklung ihrer Konzepte für ‚Munich Nightlife‘ zu feilen.

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